Gedanken zum Tag

23.02.2021 (Di)

Schauen wir eigentlich über den Tellerrand hinaus?

Vor kurzem bekam ich ein Gespräch von vier Frauen mit, die sich beklagten über die zur Zeit geltenden Einschränkungen.

Man könne nirgendwo hin, man vermisse, dass man mal zum Essen ausgehen könne oder in einem Café gemütlich sitzen könne. Und wie lange noch die Geschäfte geschlossen blieben? Die Damen meinten, dass der Lockdown sich noch länger als bis zum 3. März hinzöge.

Das brachte mich zum Nachdenken. Sicherlich vermisse auch ich die persönlichen Kontakte oder den Stadtbummel und meine Haare ähneln bald einem Wischmopp. Der Einzelhandel und die Wirtschaft leiden auch unter diesen Umständen.

Und trotz alledem haben wir, habe ich wirklich das Recht so zu klagen?

Wir haben gutes Trinkwasser, genügend Nahrung, ein Dach über dem Kopf und können spazieren gehen ohne Angst zu haben verfolgt zu werden. Uns geht es trotz der Einschränkungen gut.

Anderswo leben Menschen in der Dürre und haben oft nicht genug zu essen. Trinkwasser muss aus Brunnen geholt werden und der steht nicht gerade vor der Haustür.

Andere sind auf der Flucht und wissen nicht wo sie ein neues Zuhause finden. Sie werden von einem zum anderen Flüchtlingslager getrieben.

Nein, so gesehen haben wir, habe ich keinen Grund zum Klagen. Ich bin dankbar. Was ich wirklich vermisse sind die Gottesdienste, die wir gemeinsam feiern. Da muss auch ich noch ein wenig Geduld aufbringen.

Felicitas Dyckhoff

Zurück