Die Pfarrer Tim Wendorff und Gunnar Wirth mit der Küsterin Ute Matzke-Disse während der Vorbereitungsarbeiten vor der Marienkirche in Höxter
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Unsere Kirchen öffnen wieder ihre Tore

Große Freude über neue Angebote in den Gotteshäusern ab Mitte Mai

In den Bezirken der Evangelischen Weser-Nethe-Gemeinde Höxter wurde in den letzten Tagen intensiv darüber beraten, wie eine Wiederöffnung der Kirchen in Höxter, Beverungen sowie in  Amelunxen / Bruchhausen erfolgen kann. Die mittlerweile weitverbreitete Abschiedsformel > Bleib gesund! < stand dabei an erster Stelle der Überlegungen, so wird die Öffnung auch behutsam und entsprechend der aktuellen Lage zeitlich gestaffelt sein. So sehen die örtlich unterschiedlichen Angebote aus:

Höxter: Die Kilianikirche wird einen angepassten Kirchraum aufweisen, der mit seiner Atmosphäre besonders zum stillen Gebet und zur Meditation einlädt. Die Vorbereitungen hierzu laufen in Kürze an. Die Marienkirche wird der Ort für Gottesdienste und Andachten sein, die ab Himmelfahrt und Pfingsten beginnend mit 2 aufeinanderfolgenden, durch eine Pause voneinander getrennten, Andachten von etwa 25 Minuten startet. So soll die mögliche Teilnehmerzahl nicht durch die 50 nutzbaren Sitzplätze begrenzt werden. Auf vorherige Anmeldungen wird verzichtet. Ggf. muss aber auf den zweiten Gottesdienst verwiesen werden. – Es wird um Verständnis gebeten!

Sowohl für die Bezirke Amelunxen, als auch für Bruchhausen, wird ab 15.05.2020 an jedem Freitagabend zum gemeinsamen Abendgebet von etwa 20 min. Dauer eingeladen.

In Beverungen steht die Kreuzkirche offen für persönliches Gebet und Andacht. Eine besondere Ausgestaltung des Kirchraumes ist geplant.

„Wir möchten gerne wieder in den Kirchen Gottesdienst feiern. Gleichzeitig wollen wir niemanden gefährden und wollen hierzu Vorsorge treffen. Wir hoffen, dass wir mit unseren Lösungen beiden Seiten gerecht werden“, sagt der Höxteraner Pfarrer Tim Wendorff.

Bis zur Öffnung der Kirchen werden die jeweiligen Sicherheitskonzepte genehmigt sein und den Kommunen vorliegen. Ohne Regeln geht es dabei aber leider auch nicht: In den Kirchräumen besteht Maskenpflicht und die allgemein bekannten Hygiene- und Abstandvorschriften gelten auch hier. Auch wird es leider keinen Gemeindegesang geben, noch dürfen Blasinstrumente zum Einsatz kommen.

Weitere Angaben zu den Zeiten und Orten findet man auch auf dieser Homepage und in den regelmäßigen Bekanntmachungen der lokalen Presse.

Text: Reinhard Großkopf

Monika Plöger (li), Marita Bigos (re) im Eingangsbereich des LSH vor den vielen aufmunternden Zuschriften aus der Bevölkerung.
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KennenLernen

Eine Initiative für Vielfalt und Begegnung auch in Zeiten von Corona.

Schon seit langer Zeit beschäftigen sich die evangelische Kirchengemeinde in Höxter und das Ludwig-Schloemann - Haus des St.-Petri-Stifts, mit den Gedanken von Teilhabe und  einer wertschätzenden Vielfältigkeit in unserer Gesellschaft.

Man möchte sich näher kennenlernen, offen und respektvoll miteinander umgehen ebenso wie es die Initiative „KennenLernen“ der Diakonie Deutschland anstrebt. Mit dem Schwerpunkthema sollen Impulse für Vielfalt und Begegnung gesetzt werden, um die Gesellschaft zugewandt und engagiert zu gestalten.

Gerade noch konnte im März in der Kilianikirche in Höxter die Ausstellung „Inklusion im Blick“ aufgesucht und bewundert werden, als sich die Ereignisse in Deutschland überschlugen.

Der Coronavirus griff massiv in den Alltag der Menschen ein, für Menschen mit und ohne Behinderung begann eine Zeit der Ängste und Sorgen, der Neuorientierung, aber vor allem der Distanz.

Seit Freitag, dem 13. März gilt landesweit ein Besuchsverbot für Pflegeheime und stationäre Einrichtungen der Behindertenhilfe.

 

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Anette Berndt und Guido Reichmann beim Ständchen vor dem Ludwig–Schloemann–Haus im Rohrweg in Höxter.
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Freude schenken – einfach nur so!

Seit Mitte März legt sich der Coronavirus-Schleier der Abschirmung und der Einsamkeit über sie: Die Bewohner der Senioren- und Wohnheime in Höxter nehmen an dem gewohnten Leben nur noch sehr eingeschränkt teil. „Wir müssen etwas tun“, dachte sich der Kantor der evangelischen Kirchengemeinde im Bezirk Höxter, Florian Schachner, und weitere Mitglieder des Posaunenchors machten sich auf den Weg, um den Bewohnern mit einem kleinen Ständchen Freude und Solidarität zu vermitteln. Seit April gehen sie mehrmals wöchentlich auf Tour: Ludwig-Schloemann-Haus, Konrad-Beckhaus-Heim und abschließend das Oskar-Grätz-Haus im Brückfeld. Es ist immer die gleiche Reihenfolge. Ein Blick in die Augen der Zuhörer sagt mehr als tausend Worte: Tausend mal „Danke“ für das ehrenamtliche  Engagement!

Text und Photo: Reinhardt Großkopf

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Videos zur Passionsgeschichte

An dieser Stelle finden Sie ab Montag jeden Tag einen neuen Teil der Passionsgeschichte. Die Lesung wird jeweils ergänzt durch Choräle aus den Passionsvertonungen von Johann Sebastian Bach.

 

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Kreuze in der Passionszeit

Liebe Leser!

Können Sie auf  Anhieb sagen, wo diese Kreuze stehen? Sie werden Geduld benötigen wie es auf dem  mittleren Kreuz zu lesen  ist. Zur Passionszeit gehört auch die innere Einkehr, die wir ja nun, vielleicht auch glücklicherweise (?), verordnet bekommen haben.  In den nächsten Tagen bekommen Sie zu jedem Kreuz eine Lagebeschreibung und einige Ausführungen zur Geschichte dieses Kreuzes. Wenn es Ihnen möglich ist, steigen Sie aufs Rad, gehen Sie zu Fuß oder setzen Sie sich nur einmal für ein Kreuz ins Auto und besuchen diesen Ort und halten inne.

Haben Sie eventuell auch ein Foto von einem Kreuz aus der näheren Umgebung mit seiner Geschichte, so schicken Sie es uns bitte zu. Bleiben Sie gesund und von Gott behütet.

 Roland Hesse

 

 

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Gedanken zum Tag

In den nächsten Tagen und Wochen wollen wir mit Ihnen über unsere Homepage in Kontakt bleiben. Jeden Tag werden wir etwas für Sie einstellen. Mögen die Worte Ihnen in dieser Krisenzeit guttun.

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AugenBlickWinkel- Perspektivwechsel durch andere Blickwinkel!

Am Sonntag, den 1. März, wurde im Rahmen des Gottesdienstes die Fotoausstellung eröffnet. Der Stellvertretende Landrat Günther Koßmann und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Höxter, Claudia Pelz-Weskamp, waren anwesend. Natürlich folgten auch die Bewohner des Ludwig-Schlömann-Hauses, um die es bei der Ausstellung geht, den Gottesdienst und der kleinen Feier zur Eröffnung. 

Mit Inkrafttreten des Bundesteilhabegesetzes sollen die Rechte der Menschen mit Behinderung gestärkt werden. So sollen sie an der Gesellschaft genauso teilhaben können wie Menschen ohne Behinderung. Der Fokus liegt nicht mehr auf Fürsorge und Barmherzigkeit, sondern auf Selbstbestimmung und Personenzentrierung. Passt das zu den Bildern, die man bei Menschen mit Behinderung im Kopf hat? Trennen uns nicht Welten? Sehen Sie selbst, ob man sich nicht viel ähnlicher ist als gedacht.

 

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Frauenhilfe Höxter im Februar

Mittwochnachmittag: Frauen strömen in den Gemeindesaal. Kaffeeduft liegt in der Luft. Die Tische hübsch gedeckt. Es Ist alles bereit für die Frauenhilfestunde. In freudigen Erwartungen schauen mich 40 Frauen an. Nach der Andacht mit Lied und Gebet trinken wir Kaffee und essen den leckeren Kuchen. Es wird viel erzählt. Der Geräuschpegel steigt. Es ist herrlich wie wir Frauen uns austauschen können. Nach dem Kaffeetrinken hielt ich einen Vortrag über das Losungsheft(das kleine Buch).Es war für mich sehr spannend, über dieses kleine Buch zu referieren. Ich habe eine Menge gelernt über seine Geschichte, Entstehung und deren Bedeutung. Viele kennen das Losungsheft, das die tägliche Bibellese für den jeweiligen Tag beinhaltet. Ein Wort aus dem Alten und aus dem Neuen Testament. Dieses kleine Buch soll nicht die Bibel ersetzen, sondern zur Bibel hinführen. Die 1.Losung geht auf dem 3.Mai 1728 zurück. Nikolaus Ludwig von Zinzendorf las jeden Abend seiner Gemeinde ein Wort aus der Bibel vor. 1731 werden diese gedruckt und der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Inzwischen wird das Losungsheft in über 60 Sprachen herausgegeben.

Die Losungen liegen bei sehr vielen Menschen auf dem Frühstückstisch. Es gibt die Losungen für junge Leute, für Blinde, für Gehörlose sogar digital. Ich habe eine App auf meinem Handy und lese sie jeden Morgen erst digital.

Mehr Informationen finden Sie im Internet unter www.losungen.de

Nach dem Vortrag sangen wir noch ein Abendlied und gingen mit dem Segen Gottes nach Hause.

                                                                                      Elke Maletz

Pastor Tim Wendorff
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Gott ist die Liebe und du bist Gottes Kind

Vor einem interessierten Zuhörerkreis entwickelte Pfarrer Tim Wendorff Aspekte „seiner“ Theologie. Im Folgenden möchte ich einige Gedanken aufgreifen.

 Das Gottesbild, das im Satz „Gott ist die Liebe“ deutlich wird, grenzte er von zwei populären Gottesbildern ab: Da ist zunächst einmal die Vorstellung: „Der liebe Gott sieht alles“. Diese Vorstellung führt eher zu Angst, als dass sie Vertrauen schafft. Aber auch der Gedanke eines „lieben“ Gottes als unkomplizierter Wohlfühl-Gott ist nicht wirklich hilfreich, bei Krisen kommt er schnell an seine Grenzen.

 Um das in den biblischen Texten zum Ausdruck kommende Gottesbild zu verstehen, muss man sich klarmachen, dass die Texte nicht von einer Person zu einer Zeit geschrieben wurden, sondern in einem Zeitraum von mindestens 1500 Jahren entstanden sind. Unterschiedliche Verfasser erzählen von Gotteserfahrungen und zitieren manchmal Gottes Wort, die Texte sind nicht das Wort Gottes. Dieses Schriftverständnis unterscheidet sich von dem des Islam.

 

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Carmina Burana in Höxter

Mittelalterliche Texte und Musik aus dem 20. Jahrhundert dargeboten von heimischen Interpreten – diese faszinierende Mischung lockte wahre Menschenmassen in die Marienkirche. Darunter befanden sich einige Zuhörer, die Karten durch die Weinbergstiftung gewonnen hatten. Pfrin. Neumann versprach in der Begrüßung einen „Ohrenschmaus“ und sie sollte Recht behalten. Den zu einem Klangkörper vereinigten Kantoreien aus Höxter und Holzminden gelang es, die vielsprachigen Texte durch ihren begeisternden Vortrag zum Leben zu erwecken.

 

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V.l,n.r.: Florian Schachner, Hanzo Kim und Peter Dyckhoff,
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Verabschiedung von Hanzo Kim

Nach den beiden erfolgreichen Konzerten - in Holzminden war die Michaeliskirche ebenfalls voll besetzt!- gingen beide Chöre gemeinsam feiern. Dies ist nun schon eine gute Tradition im Rahmen unserer Konzert-Kooperation!

Dabei verabschiedete sich die Kantorei Höxter von dem Leiter der Luther-Kantorei, Hanzo Kim, der zum 1.Februar nach Nürtingen bei Stuttgart wechseln wird. Die Kantorei dankte ihm von Herzen für die tollen Erfahrungen der nun schon vier gemeinsamen Konzerte und ganz besonders für seine Bereitschaft, im vergangenen Jahr hier in Höxter krankheitsbedingt "einzuspringen".  Beiden Kantoren, Florian Schachner und Hanzo Kim,  wurde herzlich für ihre gemeinsame Gestaltung der Konzerte und die Zusammenarbeit - länderverbindend über die Weser hinweg- gedankt. Deshalb wurde Hanzo Kim als Erinnerung ein Bild der Weser vom Höxteraner Jacob Pins zur Erinnerung überreicht!

Es bleibt die Hoffnung und der Wunsch, dass diese wunderbare und fruchtbare Zusammenarbeit der Chöre auch in Zukunft weitergehen möge!

Text und Foto: Annette Faig

Intensive Arbeitsphase im Gemeindehaus
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Carl Orff mit Carmina Burana in Höxter

Intensive Arbeitsphase im Gemeindehaus

Am kommenden Wochenende werden in Höxter und Holzminden gemeinsam von der Kantorei Höxter und der Lutherkantorei Holzminden die Carmina Burana von Carl Orff aufgeführt. Zu einer letzten, intensiven Proben-Phase trafen sich am Freitag und Samstag beide Chöre mit ihren Leitern, Florian Schachner und Hanzo Kim, zur gemeinsamen Vorbereitung auf dieses musikalische Ereignis in unserer Region. Wie schon im letzten Jahr, war es wieder für beide Chöre wunderbar zu erleben, wie sehr die Musik verbindet und wie schön für alle diese musikalische Zusammenarbeit ist!!

Die Aufführungen sind am Samstag, den 18.01. um 18 Uhr in der Marienkirche Höxter und am 19.01. um 17 Uhr in der Michaeliskirche Holzminden.

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Die drei Trompeter Zoltan Kovacs sen., Jan Hendrik Günther und Zoltan Kovacs jun. und Florian Schachner
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Festliches Silvesterkonzert in der Kilianikirche

Weihnachtlicher Glanz vom strahlenden Licht des Herrnhuter Sterns und der Weihnachtsbaumkerzen umgab die vielen Konzertbesucher, die sich zu später Stunde in der Kilianikirche einfanden, um ein festliches Konzert zu erleben, zu dem unser Kantor Florian Schachner eingeladen hatte.

 Die drei Trompeter Zoltan Kovacs sen., Jan Hendrik Günther und Zoltan Kovacs jun. und Florian Schachner beschenkten das Publikum mit festlicher, jubelnder Barockmusik von Charpentier, Vivaldi, Bach, Händel, Fischer, Franceschini und Manfredini. Dazwischen spielte Schachner seine Eigenkomposition „AirUPtion! Impressionen“.

Das Konzert endete mit Sigfrid Karg-Elerts (1877 – 1933) Choral-Improvisation „Nun danket alle Gott“ und ganz am Ende stimmte das Publikum in das Dank- und Loblied zum Abschluss des Konzerts und des Jahres 2019 ein.

 Ursula Unger

Foto Klaus Dörfel
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Seniorenadventadventsfeier 2019 in der Marienkirche

Eine schön geschmückte Kirche und festlich dekorierte Tische – da muss man sich einfach wohlfühlen!

Etwa 250 Senioren waren an zwei Nachmittagen der schon traditionellen Einladung in die Marienkirche gefolgt. Pfarrer Tim Wendorff hatte besinnliche und humorvolle Text ausgesucht, Barbara Gerken und Marion Kusserow gestalteten die Nachmittage musikalisch und erhielten viel Applaus. Besonders das „Advents- und Weihnachtslieder- Wunschkonzert“ kam bei den Gästen gut an und kräftiger Gesang war zu hören. Es blieb genug Zeit für Gespräche an den Tischen und auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz, die großen Tortenstücke waren eine echte Herausforderung. Hinterher waren sich alle einig: Die Weihnachtszeit kann nach diesem gelungenen Auftakt beginnen.

 Petra Paulokat-Helling

Pastorin Friedhilde Lichtenborg
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Der Seele Raum geben

„Du sprichst mir aus der Seele“, „ein Herz und eine Seele sein“, diese Redensarten – es gibt noch viel mehr – zeigen, dass uns der Begriff „Seele“ auch im Alltag begleitet.

Was bedeutet „Seele“? Wo sitzt sie überhaupt? Pfarrerin Lichtenborg erläuterte in ihrem gut besuchten Vortrag, dass die zweite Frage wenig Sinn macht. Die Seele macht das Menschsein aus, so sagt es schon das hebräische Wort „Nefesch“. Es ist der Lebensatem Gottes. Man kann sie nicht vom Rest des Menschen abspalten oder gar wiegen, wie es im 19. Jh. versucht wurde. Der Mensch hat nicht eine Seele, sondern ist eine Seele. Die Seele verbindet uns mit Gott, wenn man für die Seele sorgt, so stärkt man diese Verbindung.

Als KrankenhausSeelsorgerin erlebt sie täglich, dass Menschen ihre Probleme nicht aus eigener Kraft lösen können. Die medizinische Betreuung gilt nur einem Teil des Menschen, viele Sorgen und Nöte bleiben. Die Seelsorgerin kann sich dann auf die von Gott versprochene Hoffnung und Kraft stützen und auch für den Kranken darum bitten.

Interessant zu hören war für die Zuhörer, dass in niederländischen Krankenhäusern keine Pfarrer mehr als Seelsorger tätig sind. Ihre Aufgaben übernehmen studierte „Spiritual Care Manager“. Ob das wirklich eine sinnvolle Veränderung ist, erscheint fraglich.

Pfarrerin Lichtenborg beendete ihren engagierten Vortrag mit der ersten Frage aus dem Heidelberger Katechismus von 1563: „Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben? Dass ich mit Leib und Seele im Leben und im Sterben nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus gehöre“.

Mein Fazit: Solange einem im Krankenhaus solche Seelsorgerinnen und Seelsorger begegnen, verliert der Aufenthalt dort viel von seinem Schrecken.

 Petra Paulokat-Helling

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