Im Evangelischen Gemeindehaus hatte sich ein interessiertes Publikum eingefunden, das dem anschaulichen und mit vielen Fakten belegten Vortrag mit Interesse folgte. Prof. Jähnichen zeichnete ein sehr komplexes Bild der Entwicklung in der Arbeitswelt
Zunächst erläuterte er die noch nicht allgemein bekannte Zahl „4.0“.Wir befinden uns mittlerweile in der vierten industriellen Revolution, nach Dampfmaschine, Fließband und Computerisierung geht es jetzt um die digitale Vernetzung der Arbeitswelt. Bringt sie den Arbeitnehmern Vorteile oder ist eher mit negativen Auswirkungen zu rechnen? Kann man den möglicherweise negativen Auswirkungen etwas entgegensetzen?
Positive Auswirkungen hat die Digitalisierung auf jeden Fall für gut ausgebildete Arbeitnehmer, die flexibel arbeiten wollen, z.B. um Beruf und Familie verbinden zu können. Schon heute arbeiten viele Menschen, vor allem in großen Firmen, ohne feste Arbeitszeiten und Räume. Sie haben überdurchschnittlich oft einen Universitätsabschluss, arbeiten nur wenige Stunden und verdienen verhältnismäßig wenig. Interessanterweise ist die subjektive Zufriedenheit bei diesen „crowd-workern“ in entgrenzten Arbeitsverhältnissen sehr hoch. Sie erleben ihre Arbeit als selbstbestimmt und fühlen sich wenig gestresst und gehetzt.
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