Adventskalender

19.12.2025 (Fr)

19. Dezember

Alle Jahre wieder …

… ist eines der bekanntesten deutschen Weihnachtslieder. Das Lied handelt von der jährlichen Ankunft des Christuskindes auf der Erde und die damit verbundene Freude.

Alle Jahre wieder …
… so auch dieses Jahr, mache ich mich in der Adventszeit auf die Suche nach einem Weihnachtsbaum für die Kilianikirche.

Wichtige Kriterien für das Aussehen des Baumes sind dabei: Er soll nicht zu groß, nicht zu klein, nicht zu dünn, nicht zu dick, sondern gerade gewachsen, mit dichten starken Zweigen, und am besten in einer symmetrischen Pyramidenform gewachsen sein. Kurz gesagt: Der Baum soll nahezu perfekt sein und am Heiligabend - wunderschön mit Lichterketten, Strohsternen und Kugeln geschmückt - die Gemeinde mit seiner Erscheinung erfreuen.

Im Wald angekommen, suche ich fast verzweifelt nach genau so einem Baum. Aber irgendwie entspricht keiner meinen Vorstellungen. Aber ein Baum muss auf jeden Fall her!

Irgendwann fällt mein Blick auf einen Baum, der so gar nicht meinem Idealbild entspricht. Er ist ein bisschen krumm, ein bisschen dünn und irgendwie unscheinbar, aber er hat in dem Moment, in dem ich ihn sah, meine Seele berührt, und mir ist klar: Das ist er!!! Also bringe ich diesen Baum in die Kirche.

Beim Schmücken wird mir bewusst: er ist einzigartig und besonders, er ist der perfekte Weihnachtsbaum! Und das gerade, weil er meinen – oder den allgemeinen - Vorstellungen von einem perfekten Weihnachtsbaum nicht entspricht.

Er ist wie der Mensch, der von Gott geliebt wird, trotz seiner Fehler und Schwächen.

Er zeigt uns, dass es Weihnachten nicht um die perfekten Dinge geht, sondern um Dinge, die uns einzigartig und besonders machen. Er lehrt uns, dass Gott uns liebt, so wie wir sind. Er ist ein Symbol für die Liebe Gottes, der uns trotz unserer Makel und Unvollkommenheiten annimmt.

Wenn Sie am Christfest die Kilianikirche besuchen und auf den geschmückten Weihnachtsbaum blicken, hoffe ich, dass auch Sie seine Besonderheit unter all den Lichterketten und Kugeln erkennen.

Ein schönes – (un)perfektes – Christfest

wünscht Ihnen

Ute Matzke-Disse (Küsterin)

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