Adventskalender

12.12.2025 (Fr)

12. Dezember

Vom Singen im Advent

Am 2. Advent gab es in der Kilianikirche einen Singegottesdienst. Das ist kein Zufall. Die Advents- und Weihnachtszeit ist die hohe Zeit des Singens. Auch wenn es viele schöne Passions- und Osterlieder gibt: An die Popularität der Advents- und Weihnachtslieder kommen sie nicht heran. Im Gesangbuch werden noch Adventslieder und Weihnachtslieder voneinander getrennt. Aber wie heute viele Menschen schon vor Weihnachten einen Weihnachtsbaum aufstellen, so werden in der Adventszeit bereits auch Weihnachtslieder gesungen. Der Vorrat an Themen ist riesig: Der Einzug Jesu in Jerusalem gehört genauso dazu wie der kalte und dunkle Winter, wie Adventskranz und Kerzenlicht, Nikolaus und Knecht Ruprecht, Plätzchenbacken, der Weihnachtsbaum, die Geschenke, und, natürlich, das Wunder der Christnacht mit der Geburt Jesu im Stall von Bethlehem, den Hirten auf dem Felde, der Krippe mit Ochs und Esel, und den heiligen drei Königen aus Morgenland. Es gibt Lieder nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder, und wenn Erwachsene sie singen, erinnern sie sich gerne an ihre eigene Kinderzeit.

Advents- und Weihnachtslieder sind heutzutage nahezu omnipräsent. Sie erklingen nicht nur in der Kirche, sie untermalen Weihnachtsmärkte, und manchmal werden sie auch noch zuhause gesungen, oder, wie z.B. in Höxter, jedes Jahr an Heiligabend auf dem Marktplatz. Das gehört für viele Menschen unserer Stadt inzwischen zu den schönen Seiten des Festes hinzu. Mag mancher auch mit der Geschichte von der Ankunft (so die deutsche Bedeutung von „Advent“) und der Geburt Jesu nicht besonders vertraut sein – in den Weihnachtsliedern ist sie präsent. Dem Charme ihrer Melodien, den einfachen und zugleich so eindringlichen Worten ihrer Strophen kann man sich nicht entziehen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie den Zauber der Advents- und Weihnachtslieder auch in diesem Jahr erleben können.

Ihr Dr. Walter Werbeck

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