Herr Koch als Stadtarchivar und Herr Mahytka als Stadtarchäologe zeichneten ein an-schauliches Bild von den politischen Strukturen, der Verwaltung und der Lebensweise der Bewohner zu der Zeit, als die Kilianikirche gebaut wurde.
In Höxter gibt es über 300 archäologische Fundstätten, besonders ergiebig sind die Kloa-kenschächte. Produkte aus Holz, Glas, Keramik, aber auch Schmuck aus Gold und Edelsteinen haben sich erhalten. Exotische Gewürze wie Kardamom und Pfeffer zeugen von weitreichenden Handelsverbindungen. Diese Produkte standen sicher nicht jedem zur Verfügung, sie spiegeln die Lebensweise der Mittel- und Oberschicht wider.
Zur Zeit gibt es Hinweise darauf, dass das bisher angenommene Entstehungsdatum der Kilianikirche korrigiert werden muss, die Forschungen dazu sind noch nicht abgeschlos-sen.
Der Vortrag des Evangelischen Forums fand im neuen Gemeindesaal am Rathaus statt. Der Raum ist für solche Veranstaltungen gut geeignet, bei diesem großen Interesse (fast 50 Personen) wurden allerdings die Stühle knapp. Zum Glück war eine Bewohnerin des Hauses so freundlich, ihre privaten Stühle zur Verfügung zu stellen.
Petra Paulokat-Helling